Armin

China 2013

Wenigstens nach dem Kalender neigt sich der Winter langsam dem Ende zu. Obwohl Ende März/Anfang April der Blick am frühen Morgen in die weisse, schneebedeckte Landschaft keine besondere Reiselust erweckt, füllt sich unser Gästebett, als Zwischenspeicher bereits wieder mit den verschiedensten Dingen für unsere nächste Reise.
Die Fotos von unserer Radtour um die iberische Halbinsel sind ausgemistet und die Fotobücher gedruckt. Die Velos hängen in fahrtüchtigem Zustand wieder in unserer Garage. Zwei Tage nach unserer Rückkehr von der langen Veloreise in Spanien, wurden auch unsere Fahrräder vom Spediteur nach Hause geliefert. Der Anblick war zum Heulen. Die Räder wurden von der Transportfirma in Kartons verpackt. Damit sie hinein passten, wurden die Vorderräder demontiert. Das vordere Schutzblech wurde einfach nach oben geknickt, die Lenker wurden unsachgemäss abmontiert und zerlegt. Da die Schachteln vom Transport beschädigt waren, gingen verschiedene Teile verloren. Bevor die Räder verpackt wurden, muss etwas Schweres auf sie runter gefallen sein, denn die Rahmen waren bis aufs blanke Aluminium beschädigt und gestaucht. Was nun folgte war ein zermürbendes Hin und Her, zwischen den Transportfirmen und uns. Keiner schien verantwortlich zu sein. Unzählige Mails wurden geschrieben. Schliesslich bekamen wir dann doch noch das OK für die Reparatur, obwohl die Räder angeblich nicht versichert waren. Ende gut – alles gut!
Die Zeit zerrinnt ja so schnell! Kaum hatten wir alle unsere Freunde und Verwandten begrüsst, mussten wir uns mit der nächsten Reise auseinandersetzen. An Weihnachten besuchte uns aus China unser Sohn Oliver für 5 kurze Tage. Die Zeit war gedrängt. So setzten wir erst mal unseren Reisetermin fest und buchten die Flugtickets. Mit Hilfe der entsprechenden Lektüre, machten wir eine Grobplanung für unsere Reise durch China. Bald mussten wir feststellen, dass die geplanten 9 ½ Wochen zu kurz waren für unser Programm. Der Versuch, bei der Fluggesellschaft den Rückreisetermin zu verschieben, scheiterte am Preis. Der Preis für die „Verschiebekosten“ war höher als ein Flugticket Zürich – Beijing – Zürich. So mussten wir schweren Herzens einiges aus unserem Programm streichen, wie zum Beispiel der Besuch von Hongkong. Vielleicht ergibt sich in unserem Leben nochmals eine Gelegenheit diese Stadt zu besuchen, jedoch in die hinterste Ecke Chinas werden wir wohl kaum nochmals kommen. Ende Januar besuchten wir in Zürich die Ferienmesse, in der Hoffnung, weitere Unterlagen von China zu erhalten. Am chinesischen Stand trafen wir auf Herrn Chen. In einwandfreiem Deutsch konnte er uns einiges an Auskünften geben und füllte unsere Tasche mit vielen Prospekten. Er erklärte uns, er hätte seinen Sitz in Beijing und würde für uns alles organisieren. Zusammen mit Oliver machten wir uns an die Feinplanung. Er kontaktierte Herrn Chen in Beijing und unsere Reise hat nun konkrete Formen angenommen. So langsam packt uns das Reisefieber.
Während die beiden Männer in Beijing verhandelten, waren auch wir nicht untätig. Wir liessen uns medizinisch beraten, beiden von uns wurden Tollwutimpfungen in den Oberarm gestochen und die Reiseapotheke wurde noch etwas ergänzt.
Die Touristenvisa wurden ohne grosse Probleme und Bürokratie im chinesischen Konsulat in Zürich ausgestellt.
Oliver will mit seinen chinesischen Freunden ein Schokolade-Testessen veranstalten. So kam die Bestellung für verschiedene Schokolademarken, von der lila Kuh über die gängigen Marken bis zur besten Schokolade der Welt aus dem grossen Supermarkt mit dem orangen „M“.
Auch Schweizer Rohmilch-Raclettekäse steht auf der Bestellliste. Diese Wünsche werden doch gerne erfüllt.

Bald ist es soweit!

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